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Viele Effekte der Christentumsannahme haben eine befreiende Wirkung. Mir war nie klar worin die bestand, jetzt verfolge ich das ganze in einem Selbstversuch. Bis jetzt ist es sehr erfolgreich, zum Beispiel im „erkennen und eliminieren“ der eigenen Glaubensgrundsätze welche man im Leben schlicht übernimmt. – Elimination (von lat. eliminare „über die Schwelle bringen, entfernen“)

Es folgt nun eine schlichte Aufzählung einiger Glaubenssätze die ich losgelassen habe – es war ein aktiver Denkprozess. Am Ende umreisse ich kurz welche Auswirkung das Ganze hatte, sowie welche Konsequenzen das für mich brachte.

Eliminierte Glaubenssätze

Ich glaube nicht an Streit. Ich glaube nicht an Geld. Ich glaube nicht an den Untergang. Ich glaube nicht daran dass ich Angst haben muss. Ich glaube nicht daran das Krieg kommen muss. Ich glaube nicht daran das Krankheiten kommen müssen. Ich glaube nicht an Missverständnisse. Ich glaube nicht daran das Süchte kommen müssen. Ich glaube nicht daran dass das Leben schwer und erdrückend sein muss. Ich glaube nicht daran dass durch Selbstopfer irgendwelche höheren Weihen einhergehen. Ich glaube nicht daran dass ich leiden muss. Ich glaube nicht daran das Unfälle zwingend geschehen müssen. Ich glaube nicht daran dass ich zwingend etwas nicht verstehen kann. Ich glaube nicht daran dass in der Arbeit was schief gehen muss. Ich glaube nicht daran dass die Steuern steigen müssen. Ich glaube nicht daran dass alle Politiker zwingend korrupt werden. Ich glaube nicht daran das Europa untergehen wird. Ich glaube nicht daran das Gewalt und Unterdrückung kommen muss. Ich glaube nicht daran dass ich wütend werden muss. Ich glaube nicht daran das Geld schlecht ist. Ich glaube nicht daran das Armut gut – und Reichtum böse ist. Ich glaube nicht daran das Reichtum gut – und Armut böse ist. Ich glaube nicht daran, dass Sex das wichtigste ist. Ich glaube nicht daran, dass Sex gut ist. Ich glaube nicht daran, dass Sex schlecht ist. Ich glaube nicht an die kapitalistische Weltverschwörung. Ich glaube nicht an die patriarchalische Weltverschwörung. Ich glaube nicht an die jüdische Weltverschwörung. Ich glaube nicht an die weisse Weltverschwörung. Ich glaube nicht an die feministische Weltverschwörung. Ich glaube nicht an die Nazi-Weltverschwörung. Ich glaube nicht an die vatikanische Weltverschwörung. Ich glaube nicht an die sozialistische Weltverschwörung. Ich glaube nicht an die illuminatische Weltverschwörung. Ich glaube nicht an die freimaurerische Weltverschwörung. Ich glaube nicht an die ausserirdische Weltverschwörung. Ich glaube nicht an die globalistische Weltverschwörung. Ich glaube nicht daran dass man scheitern muss. Ich glaube nicht daran dass man gewinnen muss. Ich glaube nicht daran dass ich im Wettbewerb sein muss. Ich glaube nicht daran dass ich ausserhalb des Wettbewerbs sein muss. Ich glaube nicht daran dass ich gewinnen muss. Ich glaube nicht daran dass ich verlieren muss. Ich glaube nicht an Hass. Ich glaube nicht an Wut. Ich glaube nicht an erniedrigung. Ich glaube nicht an Grösse. Ich glaube nicht an Erotik. Ich glaube nicht an Macht. Ich glaube nicht an Ohnmacht. Ich glaube nicht dass ich perfekt sein muss. Ich glaube nicht dass ich unperfekt sein muss. Ich glaube nicht daran dass ich alles wissen muss. Ich glaube nicht daran dass ich nichts wissen muss. […]

Auswirkungen

Die bewusste Loslösung davon, was ich als „Glaubenssatz“ wahrnahm, nahm den Glaubenssätzen die Macht über mein Bewusstsein. Ein einfaches „ich glaube nicht an Streit“ zeigte mir wie ich immer wieder in Streitigkeiten kam, weil ich glaubte dass dies so sein soll. Ich ging unbewusst davon aus, dass man streiten muss. Auch den Glauben an „den unabwendbaren Untergang“ habe ich abgelegt – zusammen mit dem Umweltschutzwahn. Dadurch löste ich etwas in mir aus, der immer vorhandene Stress, eine Art „Dringlichkeit“ in diesem Themenbereich verschwand. Dafür trat eine entspannte Vernunft ein, die sich als sehr Hilfreich erweist um ankommende Probleme (Eben auch Umweltschutz) zu lösen.

Dadurch klart mein Blick auf mein eigenes Bewusstsein auf – es erscheint mir korrekt zu sagen: Wir Menschen entwickeln unser Bewusstsein um Gedanken herum. Um Glaubenssätze, um das „was alle anderen auch denken und glauben“. Und zwar sehr stark um Glaubenssätze herum. Nicht um „Wissensätze“. Denn es geht bei Lebewesen darum wie man in der Zukunft überlebt – und diese ist Ungewiss. Man ringt mit der Ungewissheit. Darum haben auch die, welche behaupten dass sie Wissen um die Ungewissheit haben – auch sehr viel Macht und Einfluss.

Konsequenz

Ich verfolge diese „Glaubenssatz-Abbau-Logik“. Kern des Gedankens ist weiterhin, dass ich lerne was ich alles nicht weiss – sondern nur vermute oder glaube. Mir ist klar geworden das es aber einen Ersatz braucht, einen Glauben der dieses Dilemma auflöst. Und da ist mir das Christentum sehr hilfreich. Der Kreuztod von Jesus ist da ein Symbol welches ich meinem Verstand und meinem Glaubensgefühl vorsetze. Ich ringe damit, schärfe meinen Geist, vertiefe mein Wissen, mein Verständnis – befreie mich aus der geistigen Einschränkung. Ein Geschichtshorizont von 3000 Jahren ist wahrlich eine hervorragende Herausforderung, man kann nicht sagen dass das Christentum für Dummköpfe ist, ein wenig Stolz das ich mich endlich damit auseinandersetze, schwingt da mit.

Templarii

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