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In einigen Artikeln vorher, bin ich kurz darauf eingegangen inwieweit der moderne Aberglaube uns beherrscht. Inzwischen gehe ich schon soweit, das es schlicht „Heidentum 2.0“ ist, was bei uns regiert. Menschen glauben an vieles, der grösste Glauben unserer Zeit ist aber der Glauben an die Gefühle.

„Ich fühle, also bin ich!“ anonymer Ausspruch um 2000 n. Chr.

Aufgrund des Verlustes jeglicher höheren Werte, reduzierte sich die Selbstwahrnehmung der Menschen auf ihre Gefühle. Das was gefühlt wird – ist richtig. Geboren aus der Anarchie der 20er Jahre des 20 Jahrhunderts, zwischen den Weltkriegen, entwickelte sich dieses „Denken“ ab den 1968er Jahren stärker und stärker. Der moderne Materialismus der verschiedenen Sozialistischen Denkweisen unterstützte dieses Verhalten in dem die alten Weisheiten schlicht zerstört, unterdrückt und vernichtet worden sind.

Der Glaubenssatz hat aber einige tödliche Konsequenzen – erst für die Vernunft, dann für das Leben der Menschen und Gesellschaften. Denn die Vernunft und die Handlung des Menschen wird Gefühlen untergeordnet. Es muss sich immer „Gut anfühlen“ wenn man was macht, oder man hat für bestimmte Taten „keine Lust“. Darauf folgt das Lustprinzip. In der Jugend kennt man das zu Genüge, macht eine Aufgabe keinen Spass – wird sie nicht gemacht. Ist etwas langweilig, wird es aufgegeben. Denn es fühlt sich ja nicht gut an. Weiter werden die Menschen steuerbar, man kann sie leicht manipulieren wenn man ihnen verspricht das sich etwas „gut anfühlt“. Ob es Organisationen sind die ein Ideal haben das zum „gut fühlen“ führt oder Konsumwünsche. Die Werbung basiert auf dem Lustprinzip. „Gönn es dir, es fühlt sich gut an.“

In der früheren Jugend explodieren die Gefühle, dank der modernen Technologie muss nicht mehr mit 14 Jahren angefangen werden Kinder zu zeugen. Man hat Zeit bis 25 oder 35 Jahren. Doch das Bewusstsein der Menschen wird durch die Gefühle korrumpiert. Viele Gefühle basieren schlicht und ergreifend auf Hormonflüsse. Endorphine, Adrenalin und so weiter. Sie sind schlicht „Naturgegeben“ und haben biologisch gesehen einen Zweck. Wenn dieser Zweck entfällt – man zum Beispiel Jahrzehnte (!) lang Sexualhormone aussendet, die Konsequenzen daraus geniesst und schön viel Sex hat – aber nie ein Kind, „merkt“ das der Körper. Diese Tatsache ist mir erst bewusst geworden als ich ein Kind zeugte. Irgendwas in mir sagte förmlich „endlich“. Es war was animalisches. Ich glaube zu lange Jahre Sex ohne die Fortpflanzung ist Menschenquälerei.

Sie wird zur Sucht, verselbständigt sich und, wie bei allen Süchten, braucht es stärkere Dosen. Man pervertiert. Immer öfter, immer schriller, immer seltsamer, abstruser, muss die Sexualpraxis haben damit sie den „Kick“ hervorbringt den früher eine zarte Berührung eines schönen Mädchens hervorbrachte. So mit 16 oder 17. Irgendwann landet man beim krankhaften Masturbieren, BDSM oder innerer Frustration. Das Internet steigert die Geschwindigkeit dieser Entwicklung.

Auch Drogensüchtige sind oftmals diesen Weg gegangen. Den Weg der Geniessens, es fühlt sich gut an, du bist so frei, du kannst so frei denken – wie das Endet wissen wir alle, man sieht es ihnen an.

Es gibt aber auch seltsame umgekehrte Wege – man fühlt sich nicht mehr gut und meint einen Grund gefunden zu haben, und bekämpft ihn.  So ist es bei vielen Atheisten die schlicht und ergeifend *glauben* das Christentum fühle sich schlecht an. Und darum alles daran tun um den Grund für ihr schlechtes Gefühl wegzuschieben. Oder beim Sozialismus, der meint den Grund für das „sich schlecht fühlens“ in der Existenz von Unterschieden in der Gesellschaft gefunden zu haben – und alles gleich machen will. Kurze Menschen werden nicht noch mehr verkürzt, aber zu lange Menschen werden dann zerschnitten.

Dies geschieht wenn man den Hormonen freien Lauf lässt. Wenn man das Gefühl des Augenblicks zum König der eigenen Person werden lässt. Es führt zu Wahnsinn, Zerstörungswut und zur absoluten Dominanz des Gefühls in jeder Situation. Man darf niemanden mehr Beleidigen, weil er ja mit dem Beleidigt sein nicht mehr im Glücksparadies des Gefühlshimmesl ist. Man darf nicht mehr Kritisch sein weil das zu Streit führen könnte, und so weiter.

Für mich ergibt sich die Konsequenz, dass das Lustprinzip nicht der Weg ins ewige Glück ist. Dieser Weg ist falsch! Er führt dazu das Menschen völlig irrational handeln und sich von jeder Verlockung und jedem Versprechen lenken lassen. Freiheit ist was anderes.

 

Templarii

 

 

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Ein Kommentar zu “„Ich fühle, also bin ich“ – der Aberglaube der Moderne

  1. Pingback: “Ich irre mich also bin ich.” – Augustinus | Neue Reconquista

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