Home

Ich beschreibe hiermit wie man lernen kann Gott zu schauen.

Der Prozess des Gott-schauens ist ein geistiger – es geht nie um das was man mit den Augen dank der Lichtwellen in der physischen Welt wahrnimmt. Das innere Auge und das Herz sind die Organe welche wahrnehmen.

Man stelle sich eine perfekte Welt vor. Bei mir, ganz der Nerd, eine mitterlalterliche Landschaft mit Burg, Bauernhöfen, einer gotischen Kirche und dahinter ein Raumschiff – dass muss schon sein. Die Einzelheiten sind für jeden Menschen anders. Es kommt nun darauf an eine bewusste Innenschau zu machen, neben dem „inneren Auge“ das jetzt eine Landschaft sieht, tauchen die Impulse aus dem eigenen Geiste und der Gefühlswelt auf. Diese gilt es nun zu nehmen und einzubinden. Man sieht das Ideal, fühlt das Gefühl welches in uns ist wenn wir dieses Ideal fühlen und darin „baden“. Dann erkennt man in sich die Widersprüche die auftauchen. Das es zum Beispiel falsch ist sich was schönes einzubilden, das man so etwas nicht fühlen kann weil es unrealistisch ist, das es einem abhebt in eine Illusionswelt, das es in der Welt Krieg geben könnte, das man Hunger hat, das man Durst hat, das man doch am liebsten all die Frauen hätte vögeln sollen, das man dem Kerl da eine reinhauen hätte sollen, das man jetzt am liebsten nicht mehr denken möchte weil es anstrengend ist, das es so etwas gar nicht geben kann und so weiter. Es ist ein relativ harter Kampf. All die Gedanken und Einbildungen die auftauchen um einen davon abzuhalten diese „Welt“ zu schauen, gehören weggeschoben, aufgelöst, integriert oder abgelegt. Es zählt zu schauen und zu geniessen.

Dies ist die erste Stufe, wenn man versucht sich etwas absolut Wahres, Gutes und Schönes vorzustellen.

Jetzt kommt die nächste Stufe, man nimmt wahr wie dies in uns zu wirken beginnt. Erstens erfolgt eine Art entspannung UND ausrichtung. Die Chimären des Alltäglichen Geistes verflüchtigen sich, tauchen wieder auf, aber die Sehnsucht nach dem Ideal eröffnet neue Geistes- und Gefühlskapazitäten im Bewusstsein der Person die schaut. Es ist vergleichbar wie mit einer Pflanze die plötzlich die Sonne fühlt. Der Geist richtet sich analog zum Blumenkopf zur Sonne aus.  Die Ideallandschaft wird mit dem eigenen Geist durchforstet, jede Figur dort erfasst, jede Gefahr durchgegangen und entfernt. Man merkt dadurch wie stark eigene Glaubenssätze im Geist wirken, einige meiner letzten Beiträge sprechen davon. Wenn man nun weiter macht und sich dem Gefühl aussetzt – das Ideal auf sich wirken lässt, weiter im Denken geht das nun anspringt, kommt man zu den fundamentalen Fragen. Leben, Sterben, Nachwuchs, Kultur, Gut, Böse, Zeit, Raum, Freiheit, Gerechtigkeit, Wut, Hass, Dummheit und so weiter.

Wenn erstmal die zweite Stufe stärker wird, kommt es zu leisen aber gewaltigen Umstrukturierungen im Geiste. Es ist ähnlich wie wenn man Pickel ausquetscht, der Eiter kommt raus. Wenn man sich eingesteht das man diese Vorstellung liebt – sich dem öffnet – merkt man das man nicht die Landschaft liebt, sondern das was wir fühlen was diese Landschaft in uns auslöst. Das was „hinter“ der Landschaft ist.

Wenn man sich von der Vorstellung der Landschaft zu stark überwältigt fühlt – dann kann man das sofort abfangen indem man sich erinnert dass das Ideal so umfassend ist, das es einem selbst nicht so überwältigt das wir es aus den Augen verlieren. Das Ideal ist ewig. Es vergeht nie. Es ist jenseits und diesseits der Zeit. Wir haben alle Zeit der Welt es zu erforschen. Es wartet auf uns. Will das wir so gehen wie wir können, nicht zu schnell, nicht zu langsam. Genauso damit wir in einem guten Geisteszustand erfahren und fühlen können – was das Ideal uns bedeutet und was es ist, wie es schmeckt und riecht, ob man da gut atmen kann, ob es Feuerholz gibt, klares Wasser und Nahrung.

Wer mir nicht folgen kann, es geht hier um den geistigen Erkenntissprozess – der in uns verständlichen Bildern vermittelt wird. Anders geht das gar nicht – sonst wäre es nicht Ideal.

Die nächste Stufe ist das Erkennen des Erkennens. Man hat also das erste mal geguckt. Dann hat man die ganzen aufbäumenden Illusionen und Fehlinformationen überwunden. Dann formiert sich der Geist, welcher im Knuddelwuddel der Welt gefangen ist neu. Man forscht in sich WAS eigentlich so schön und begeisternd an diesem Ideal ist, am Ende wird es immer dasselbe sein. Die absolute umfassende Wahrheit dessen, das die Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe die höchsten Ideale von allem sind. In jeder Handlung, im jeden Gedanken, in jedem Augenblick sind sie die, welche uns am stärksten Stärken und von viel Ballast befreien. Man wird sehr frei wenn man sich das eingesteht. Man weiss dadurch was der geistige Ankerpunkt des eigenen Bewusstseins ist.

Dies kann man annehmen oder nicht, wenn man es müsste, wäre es kein Ideal, es wäre nicht freiwillig und es wäre nicht ideal genug das man beruhigt sagen kann: Das Ideal ist so Ideal das jeder Mensch, wenn er will, anerkennt das dieses Ideal das Ideal ist. Per Definition perfekt für jeden Menschen – wenn es das nicht wäre,  wäre es nicht ideal.

Dieses Ideal ist eine Metapher, es ist ein Zugang zu etwas was wir nur mit dem Geist erreichen können. Es ist ein ähnlicher „Ort“ wie der „Ort“ an dem Zahlen sind. Zahlen SIND. Wir wissen es, wir arbeiten damit. Aber sie existieren nur in uns, die wir sie erkennen können. Dieses Ideal ist der absolute Geist, das umfassende Gefühl in allen Facetten die es gibt. Der Geist ist überall, unter jedem Stein, in jedem Herzen, in jeder Haarspange, in jede Klo – er ist Ortlos. Das erforschen des Ideales war das, was die Mönche im Christentum machten und bis Heute machen.

Die spezifischen Muster um das Ideal, Kreuztod, Maria, Engel, Kirchen – sind Geistige „Tore“ für uns Menschen damit wir Zugang zu diesem Ideal haben. Der Kreuztod ist sehr wichtig weil wir alle sterben werden und der Opfergang des Gottessohnes ist ein Beweis dafür dass die Quelle des Ideals stärker ist als das wovor wir uns alle fürchten – dem Tod.

Das Ideal wird im eigenen Bewusstsein immer stärker, es strahlt dann richtig. Es fühlt sich an wie ein inneres Licht das durch den Geist scheint. Die Gedanken werden beschienen. Im Vergleich zu vorher ist die Welt ganz anders, Streitigkeiten werden nichtig, Wut und Hass wird nichtig, das Ideal wird wertvoll und wichtig. Saufen und Feiern ist nicht mehr das wichtigste – sondern ein Teil des materiell gewordenen Ideals. Sex und Frauen sind nicht mehr das wichtigste – sondern Teils des materiell gewordenen Ideals.  Dasselbe Muster wird auf alles angewendet. Dient es dem Ziel – das höchste zu erreichen – dann ist es gut. Dient es diesem Ziel nicht – muss es geändert werden. Und wenn es nur die innere Einstellung ist die sich ändert.

In einigen Jahrtausenden haben sich gewisse Schutzmechanismen der Gesellschaft entwickelt – anhand der Biologischen und Geistigen Möglichkeiten. Das Bewusstsein der Sündigkeit ist so ein Mechanismus, die Goldene Regel, der Spruch „An den Früchten wirst Du sie erkennen“. Die ganze Bibel dient dazu um Menschen zu vermitteln was für Fallstricke es gibt.

Letztendlich ändert sich äusserlich wenig. Aber innerlich gibt es plötzlich „weite Felder und tiefe Wälder“ oder „unendliche Planeten mit vielen Kulturen, Landschaften und vielen Zivlisationen“. Alles Metaphern für die innere Freiheit. Es ist die innere Ewigkeit die man dadurch wiedererlangt. Es macht Frei. Arbeiten und Scheissen muss man aber trotzdem. 😛

Templarii

PS: Jeder Programmierer weiss wie es sich anfühlt wenn man einen absolut genialen Code liest und merkt da er perfekt ist. Es strahlt innerlich und man ist begeistert. Das ist ein Funken dessen was man Gott nennt.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s