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Durch die Hinwendung zum Glauben an Gott vollzieht sich eine geistige Umstrukturierung wie ich schon mehrmals angedeutet habe. Mir ist klar geworden wie vielen Glaubensstrukturen ich unbewusst anhänge und wie schädlich diese sind. Zusätzlich ist mir klar geworden das jeder Mensch einen Glauben braucht, egal welcher Art.

Einen Glauben braucht es um den Aufwand des permanenten Abcheckens der Welt zu reduzieren und sich auf wesentliche Aufgaben zu konzentrieren. Ohne einen Glauben wären wir bewusstseinsfähige Wesen andauernd damit beschäftigt jedes Ding, jede Aktion und jede Idee abzuwägen und permanent unter neuen Bedingungen neu zu intepretieren. Glauben ist ein nützliches und effizientes Werkzeug um das Denk-Grundrauschen zu reduzieren.

Ohne einen Glauben fehlt ein Bezugspunkt im Denken – das Denken wird wirr und richtungslos. Vergleichbar mit einem Betrunkenen der nicht weiss das er betrunken ist – und nicht weiss was er will oder nicht will. Der Geist ist nicht unter Kontrolle, die Zunge auch nicht – Emotionen peitschen durch den Körper, man wird zu einem planlosen Wesen.

Wenn man bewusst an nichts glaubt, kein Glaubensbekenntis hat – organisiert sich der menschliche Geist dennoch um Glaubenssätze herum. Kein Mensch kann lange Zeit im Zustand des „unbewussten Betrunkenen“ leben. Die Menschen die das tun, enden als Drogensüchtige oder Verrückte. Die Gedanken in unserem Bewusstsein wuchern wild herum, ohne Rahmen ohne Grenze ohne Richtung – es ist so eine Art Geisteskrebs.

Wir haben zum Beispiel den Glauben an die Rationalität der Wissenschaft. Wer weiss wirklich wie rational die Wissenschaftlichen Erkenntisse zustande gekommen sind? Nichts wird höher bewertet als der Satz „In einer Wissenschaftlichen Studie….“ oder „Wissenschaftlich überprüft…“. Es geht sogar so weit, das Ratschläge nur angenommen werden wenn sie von einem „Wissenschaftler“ stammen – egal ob die Ratschläge stimmen oder nicht. Viele Probleme entstehen daraus das man blind glaubt was Wissenschaftler sagen.

Sie sind die neuen Priester – die Priester hatten aber einen beschränkten Bereich zu dem sie sich äussern durften. Wissenschaftler nehmen sich heraus zu jedem Thema was zu sagen. Sei es Familie, Kultur, Religion, Politik und alle anderen Bereiche. Es gibt aber subtilere Glaubenssätze. Der Glaube an das Scheitern zum Beispiel. Wenn wir mit einer neuen Lebenssituation konfrontiert sind versuchen wir uns geistig zu verorten. Unser Bewusstsein arbeitet daran sich zu positionieren, die Gedanken und Gefühle fokussieren sich auf die Lebenssituation – der neuen

Aufgabe entgegegen. Wenn man an nichts glaubt, gibt es keinen geistigen halt bei neuen Situationen, es bleibt nur eins – die Furcht vor dem Scheitern in dieser Situation. Die Angst zu versagen, das mulmige Gefühl im Bauch. Denn das kennt man ja – es war seit der Kindheit da, jedes mal wenn was neues auf einen zu kam. Mankann sich auf die Angst vor dem Scheitern verlassen, sie ist ja „Vernünftig“, es ist immer möglich das man scheitert. Nach der Zeit wird die Furcht vor dem Scheitern eine Basis für die Gedanken und Gefühle eines Menschen. Dadurch bekommt dieses Gefühl, die Vorstellung davon eine immer grössere Wirkung – bis zu demdas man sich sogar bewusst und unbewusst selbst manipuiert um zu scheitern, damit man wenigstens einen „Boden unter den Füssen“ hat. Das dieser Glaube die gesamte Persönichkeitsentwicklung hemmt, oder völlig zum erliegen bringt, sollte man sich bewusst sein.

Der Glaube an das Scheitern ist gefährlich denn jeder scheitert einmal im Leben. Je nach Stärke der Persönlichkeit Kultur und Zuspruch der Umwelt – zum Beispiel von erfolgreichen Menschen die von ihrem früherem Scheitern sprechen – kann es zum Aberglauben an das Scheitern werden. Sind besonders intime Bereiche im Scheitern einbezogen, zum Beispiel der Betrug des Liebespartners, zerbricht womöglich der Glaube an die Liebe und die Sexualität. Die Niederlage, das Scheitern, der Schmerz im Innern aber bleibt und wird zu etwas was selbst die Sexualität, Liebe, Vertrauen, Hass, Wut, Angst und Verrat überdauert. Wenn die Liebe an einen Götzen, in diesem Fall dem Liebespartner, gekoppelt ist – am Fleischlichen – zerbricht die Transzendenz der Liebe in unserem Bewusstsein weil wir glauben das dies nur mit einem Liebespartner zusammen existiert. Wenn man die Liebe aber vom materiellen entkoppelt, daran glauben das die Liebe eine Urfunktion des Universums ist und einen Glauben hat der vermittelt das Menschen nun einmal nur Menschen sind, kann man sich auffangen – wenn nicht, wird man geistig Heidnisch und badet entweder im selbstgerechten Zorn und Hass oder in Selbsthass.

Auf jeden Fall wird die Beziehung, die Liebe zum anderen Menschen das wichtigste und mächtigste im Leben. Sie kontrolliert dann die Persönlichkeit, etwas was vielen jungen Männern im Feministisch kontrollierten Ländern passiert. Vaterlos aufgewachsen, ohne Glauben und Idealen – bleibt nur das hecheln nach Mädchen denn die Hormone werden zum wichtigstem Faktor.

Aus „ich irre mich, also bin ich“ über „ich denke, also bin ich“ wurde „ich fühle, also bin ich“.

Templarii

3 Kommentare zu “Loslösung vom Aberglauben der Moderne

  1. Das hast Du mal wieder richtig erkannt. Der Nichtglaube wird als Religion praktiziert. Einhergehend damit ist der Selbsthass, der Hass auf die eigene Kultur und Rasse.

    Ich glaube ja, dass eine bestimmte Sorte von Christenhassern daran nicht ganz unschuldig ist.

    Aber auch die Aufklärungsphilosophie und ihr Gefolge hat Narben auf Europas Gesicht hinterlassen. Narben, die – wenn ich mir die Jugend so ansehe – sehr tief sind und lange brauchen werden, um zu heilen.

    Wir können uns nicht anmaßen, diese Heilung schon vollbringen zu wollen. Unsere Aufgabe ist es nur, die Schmerzen zu lindern.

  2. Pingback: „Ich fühle, also bin ich“ – der Aberglaube der Moderne « Neue Reconquista

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