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Ein hervorragendes Beispiel für die Heutige verdrehte Weltsicht ist das Thema „Zwangschristianisierung“. Oftmals wird auf Karl den Grossen und seinem Krieg mit den Sachsen verwiesen. Ich habe mir erlaubt dort ein wenig nachzuforschen und Argumente zu sammeln.

Man kann beim Wikipedia Artikel zum Thema beginnen: „Capitulatio de partibus Saxoniae“ –  http://de.wikipedia.org/wiki/Capitulatio_de_partibus_Saxoniae

Es ist wie alles was ich bis jetzt an Vorwürfen gegenüber Kirche und Christentum gesehen habe – haltlos, hasserfüllt und nur die Fortsetzung der Propaganda gegen die Kirche. Das dies zum grössten Teil von „Linken“ erfunden und gefördert worden ist, merken viele nicht. Sowohl die „Aufklärer“ als auch die Marxisten, Nationalsozialisten und andere förderten die Lügen.

1. Das Gesetz „Capitulatio de partibus Saxoniae“ ist von Karl dem Grossen festgelegt worden. Er ist nicht die Kirche.

2. Das Gesetz bezieht sich auf die Sachsen, auf niemanden anderes.

3. Das Gesetz beinhaltet noch einige andere Sachen, unter anderem den Schutz der Straftäter in der Kirche, die Möglichkeit der Todesstrafe zu entkommen wenn man beichtet und bereut und so weiter.

4. Das Gesetz wurde kurze Zeit später abgeschwäch. Es war gültig von 782 bis 797 – also 15 Jahre. Meinen Sie damit belegt zu haben das 2000 Jahre Christentum beschrieben ist?

5. Der höchste christliche Berater Königs Karls war Alkuin. http://de.wikipedia.org/wiki/Alkuin Zitat aus Wikipedia: „Im Jahre 796 verließ er den Hof und wurde, obwohl er selbst kein Priester war, sondern lediglich Diakon, von Karl dem Großen zum Abt von Saint-Martin de Tours ernannt, möglicherweise, um ihn wegen seiner offenen Kritik am Vorgehen Karls in den Sachsenkriegen vom Hof zu entfernen.“ Weiter im originalartikel zum Krieg mit den Sachsen: „Sogar in der engsten Umgebung Karls stieß diese Rigorosität auf Vorbehalte: Alkuin – angelsächsischer Gelehrter, ab 796 Abt des Klosters Saint-Martin de Tours und Vertrauter des Frankenkönigs – mahnte in einem Brief Zurückhaltung an: Gemäß den Lehren der Heiligen Schrift und der Kirchenväter solle man das Wort Gottes mit Predigten und nicht mit dem Schwert verbreiten. Karls Brutalität und Kompromisslosigkeit trugen ihm den Beinamen Sachsenschlächter ein.“

6. Die meisten „Kritiker“ machen denselben Fehler, sie merken nicht einmal das Sie das Christentum aus der christlichen Sicht aus kritisieren. Wenn Karl der Grosse nicht Christ gewesen wäre, so wäre er einfach nur ein Eroberer gewesen der einen anderen Stamm unterwarf. Keiner hätte was daran ausgesetzt – das ist nämlich früher normal so gewesen.

7. Die „Kritiker“ machen weiter den Fehler, jeden Christ der handelte als Zeichen dafür zu sehen dass das Christentum nicht stimmt. Sie machen den Fehler eines Heiden – der an Menschen und ihre Handlungen glaubt, nicht an den Geist der Gerechtigkeit, Wahrheit und Liebe. Im Christentum ist die zentrale Information vorhanden das Menschen Fehler machen. Das Christentum behauptet nicht das Menschen perfekt sind – sie sind also gnadenloser und ungerechter als das von ihnen angeprangerte Christentum.

8. Die Sachsen waren weder friedliche Zeitgenossen noch irgendwelche heiligen Pazifisten. Sie haben Raubzüge unternommen und geplündert. Ganz normal für die frühere Zeit. Sie haben sich geprügelt und wurden verprügelt. Genauso wie Karl der Grosse gegen sie gekämpft hat – haben sie gegen ihn.

9. Die Sachsenkriege waren ganz normale Kriege zwischen zwei grossen Stämmen. Karl wollte sein Reich vergrössern. Das wollte Cäsar auch, Königin Viktoria ebenso, Mao auch, der Kaiser von Japan auch, Bismark ebenso, die Russischen Könige auch, die Spanischen Könige auch.

Wieso haben so viele bei diesem Fall ein Problem? Was ist daran so schlimm?

Merken Sie nicht das sie der Propaganda auf den Leim gegangen sind? Kein Schwein weiss auch nur irgendwas was in den letzten 1900 Jahren in Europa abgelaufen ist. Jeder weiss nur was von den Nazis, davor ist nichts. Bis auf zwei oder drei Ausnahmen:

Die Eroberung Jerusalems durch die Kreuzritter, die „Sachsenkriege“ und vielleicht noch die Reconquista. Das sind alles Informationen die übrig geblieben sind – und alle sind scheinbar negativ, sie dienen nur dazu das man seine Hass-Minuten hat. Hass auf sich selbst, Hass auf die eigene Kultur. Wie in „1984“.

Templarii

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8 Kommentare zu “Zum Thema „Karl der Grosse“

  1. Diese Diskussion über die böse Kirche bei den Sachsenkriegen und der unglaublich superunmenschlichen Zwangsbekehrung dieser edlen Urgermanen musste ich auch schon führen und stellte ebenfalls entsetzt fest, dass heutzutage leider wirklich keiner mehr irgendetwas weiss.
    Es gibt aber durchaus noch andere Beispiele allgemeinen Geschichtswissens, die vollkommen sinnbefreit durch die Köpfe der Heute-Menschen geistern, so z.B.:
    Weiss jeder, dass Kolumbus ein imperialistischer Schweinehund war, der dafür sorgte, dass gute und edle Azteken z.B. nicht mehr weiterhin ihren tollen Bräuchen frönen durften (sämtliche Verkürzungen und Sinnlosigkeiten in diesem Satz bitte ignorieren).
    Jeder weiss, dass die Kirche Hexen verfolgt hat bis zum abwinken und zwar nur die katholische Kirche und die Differenzierung zwischen Ketzer- und Hexenverfolgung oder die ungefähre Kenntnisse in welchem Zeitraum was stattfand, wird allgemein als Petitesse angesehen.
    Ludwig den XXIV., den Sonnenkönig, kennen auch alle, wobei sie sich völlig darüber im klaren sind, dass während seiner Regentschaft vor allem bunte, dekadente Parties stattfanden.
    Und der Klassiker und mein absoluter Liebling in der modernen Zeit: Jeder weiss heutzutage, dass die katholische Kirche schuld ist an der Ausbreitung von AIDS in Afrika. Dieses Klischee ist so unglaublich blöd, dass es unter meinen all-time-Hits rangiert.

      • Ich muss übrigens dazu sagen, dass ich kein Christ bin (sondern Agnostiker), dass ich aber jeden informierten und belesenen Christen dem dummdödeligen Pack von sogenannten Agnostikern und Atheisten, die sich heutzutage aus Denkfaulheit unter diesen Bezeichnungen rumtreiben, vorziehe. Meine Präferenzen liegen hierbei auch eindeutig bei den Katholiken und nicht bei den sogenannt Reformierten/Evangelikalen/Protestanten und dies vor allem wegen der Werkgerechtigkeit, die einer der Punkte ist, wegen der Luther meiner Ansicht nach meine volle Verachtung verdient. Das „sole fide“-Prinzip ist meiner Ansicht nach der blanke Hohn im Bezug auf die christliche Lehre, der ja vor allem das Wirken Jesus zugrunde liegen sollte.
        Ansonsten noch dies: Dieser Blog gefällt mir nicht unbedingt, wegen der Meinungen, die hier vertreten werden, aber sicher wegen der Sicherheit und Überzeugung des Glaubens. Kompliment.

      • Nachträgliche Korrektur:
        Es sollte heissen „wegen der Werkgerechtigkeit, deren Ablehnung einer der Punkte ist, wegen denen Luther meine volle Verachtung verdient“.

    • Ah ein Leidensgenosse – da fühlt man sich gleich nicht mehr so allein. 😉

      Ich lerne noch gerne hinzu, also wenn Sie noch Themen für mich hätten.

      Hexenverbrennung kommt als nächstes dann.

      Templarii

  2. Mir ist der Gedanke gekommen das Luther mit dem Ausspruch „nur die Schrift“ – womöglich einfach eine Verkaufsfördernde Massnahme für seine von ihm übersetzte Bibel durchführte..

    Immerhin war die Gutenbergbibel ein Kassenschlager.

    Luther – neu betrachtet 😛

    Templarii

  3. Sie schreiben: „9. Die Sachsenkriege waren ganz normale Kriege zwischen zwei grossen Stämmen. Karl wollte sein Reich vergrössern. Das wollte Cäsar auch, Königin Viktoria ebenso, Mao auch, der Kaiser von Japan auch, Bismark ebenso, die Russischen Könige auch, die Spanischen Könige auch.

    Wieso haben so viele bei diesem Fall ein Problem? Was ist daran so schlimm?“

    Was ist denn das für ein Stuss?
    Klar sind Kriege schlimm, alle Kriege sind schlimm. Nichts daran ist normal. Steht nicht in der Bibel:“Du sollst nicht töten“?

    • Kriege gehören zum Leben dazu. Ebenso der Tod. Man muss damit umgehen und es nicht leugnen. Kriege sind normal.

      In der Bibel steht „Du sollst nicht morden“. Nicht „du sollst nicht töten“. Pazifismus funktioniert nur, wenn es jemanden gibt der eine grosse fette Keule in der Hand hält und dafür sorgt das die Pazifisten nicht ermordet werden.

      Mit Pazifismus verhindert man Kriege nicht, sondern ermöglicht sie erst. Kriege entstehen nicht aus der Kriegslust heraus, sondern aus der Bosheit der Menschen und vielen anderen Gründen wie Not und Furcht.

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