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Ich nähere mich mit „Lichgeschwindigkeit“ an das Christentum ran, in meinem Inneren eröffnet sich eine neue Sichtweise nach der anderen. Keine Ahnung wie man das verarbeiten soll, es ist wohl unmöglich. In den letzten Tagen entfaltete sich eine Dimension der Wahrnehmung die vorher bildlich gesehen einfach eine Wand war. Meine Überraschung war gross als ich das Gefühl hatte ganz viele Chimären der Welt zu sehen. All die Ängste, die Sorgen, die Furcht und Paranoia, die „seltsam-gläubigkeit“. So viele Menschen *glauben* einfach nur das es irgendwie irgendwo eine Verschwörerische Gruppe gibt die etwas plant und umsetzt. Das Internet beschleunigt das alles. Lüge über Lüge die sich selbst bestätigt.

 

Aktuell beschleicht mich das Gefühl dass das Christentum viel umfassender ist als vieles andere. Es weicht nicht vor der Natur und den Trieben zurück, sondern übernimmt, umfasst und gestaltet alles neu.

 

Es ist irgendwie perverser als die Perversität führt aber zur Ordnung, Struktur, Klarheit und Gesundheit. Das Christentum schlachtet die Dysfunktionalitäten der Menschlichen Natur – opfert sie alle dem Höchsten. Faszinierend zu sehen wie in mir so manche fehlerhaften Gedanken schlicht platzen und verschwinden.

 

Gottes Sohn wurde als Lamm Gottes für uns Menschen geschlachtet. Die Demütigung, Erniedrigung, Verachtung, Einsamkeit die er durchlebte – im ewigen Augenblick der Kreuzigung – stärkt seine Position. Es gibt keine Möglichkeit den gekreuzigten zu besiegen, man kann ihn höchstens verdrängen oder vergessen. Aber selbst dann ist ein einfaches Kruzifix Skandal genug um alles wieder hervorzubringen, man merkt es immer wieder.

 

Nehmen wir zum Vergleich die Soldaten Mohammeds, ihr Gott ist leicht zu besiegen – man muss ihn nur demütigen und beleidigen. Er reicht nicht über diese Dimension des Seins hinaus. Darum regen sich die Mohammedaner über Karikaturen auf. Wer Mohammed auslacht und nicht fürchtet – hat gewonnen, der Nimbus ihrer Macht verschwindet, das wissen sie sogar selber. Man kann ihn auch mit strenger aber liebevoller Zuwendung zu seinen Glaubenssklaven besiegen. Gott liebt seine Kinder, er opferte seinen erstgeborenen (Das versteht man erst richtig wenn man Kinder hat..) für uns. Das ist etwas was die Soldaten Mohammeds nicht begreifen, es übersteigt ihre Vorstellung – es ist die Grenze ihres Wesens. Auch hier, ein Skandal.

 

Oder die Homosexuellenbewegung. Ihr Symbol ist der Regenbogen, eine Witzbezeichnung für diese ist „Gaylord“. Was viele nicht wissen, Gaylord ist ein alter Titel für Jesus. Er bedeutet „Freudenfürst/ Fürst der Freude“ – sein Zeichen ist der Regenbogen. Sie verstossen gegen Gesetze aber übernehmen fast unbewusst die Zeichen und Bezeichnungen des Gesetzgebers.

 

Oder die Buddhisten, ihre Sehnsucht aus dem karmischen Rad auszubrechen – ganz anders als das was man sich im Westen einbildet – ist dies nämlich etwas negatives. Das Nirvana ist das Nichts, das Auflösen des Selbst um sich vom Leiden des Lebens zu lösen („Alles Leben ist Leid“ sagte Buddha).

Schon Ghandi hatte auf den gekreuzigten keine Antwort – es gibt auch keine, nur Annahme oder Ablehnung. Im Gegensatz zum dazu verweist Jesus auf das Leid welches wir im Leben haben und erschaffen. Er verweist auf die Negativität die existiert – und hebt sie auf. Das ist tiefgehender und umfassender als der Buddhismus. Man schaut auf seine Sünden und stellt sich ihnen. Man leidet weil man gegen die heilige Gesetzmässigkeit verstösst – und wendet seine Kraft auf um damit aufzuhören. Vielleicht ist dies der Schlüssel zur seltsamen Amoralität Asiens. Jesus zwingt dazu sein Bewusstsein zur Moralität hin zu entwickeln.

 

Oder Satanisten und ihre Magier, die Esoteriker, die Neuheiden, Pseudo-altheiden (bilden sich ein das die alten Götter so angebetet und verstanden worden sind wie wir Wohnzimmer-Helden es uns vorstellen).

 

Alle suchen nach der Erlösung, alle sehnen sich nach der Ewigkeit, nach dem Gefühl der Unsterblichkeit –dem ewigen „Jetzt bin ich und jetzt fühle ich und jetzt ist es gut“. Was hindert sie daran das sie diese Ewigkeit und Unbegrenztheit fühlen? Hunger, Durst, Wut, Vergesslichkeit, Sehnsucht, begrenztes Wissen, begrenzte Lernfähgikeit, Müdigkeit, Neid, Hass, Wolllust, Gier, Angst, Stolz. Anstatt das alles zu verachten, verstossen, zerschlagen zu wollen, die Provokationen zu bekämpfen – werden sie hingenommen, mitgenommen, akzeptiert als Zeichen für die Schwäche der Menschen. Wenn wir erkennen was uns plagt, wenn wir erkennen wie sehr unser Bewusstsein uns durch falsche oder zu wenige Informationen quälen kann – dann erkennen wir das was man „Sündig“ nennt. Und man findet den Weg hinaus. Nur so – wenn wir wissen das die Stimme die in unserem Gewissen ist – die Sünde hasst aber den Sünder liebt, können wir dass was den alten Griechen ihre innere Ewigkeit geraubt hat (Der Trubel der Gelüste, das Erkennen der Fehlerhaftigkeit) überwinden und auf einer anderen inneren Stufe diese Art „heilige ewige innere Gegenwart“ leben lassen.

Irgendwie ist das alles skandalös und seltsam. Etwas in mir ist empört das man so überhaupt denken kann. Ich mein – wie kann man nur? Schlecht ist schlecht. Da gibt es doch nichts zu argumentieren? Oder doch?

 

Templarii

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