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Die Struktur unserer Zivilisation ist- oder war, modularisiert. Dies alles ist uns Heute gar nicht so bewusst. Die Modularisierung umfasste nicht nur profan logische Dinge, sondern auch Emotionen und die Gruppendynamik. Seit einigen Jahrzehnten fehlt diese Modularisierung im emotionalen Bereich, darum funktioniert die gesamte Struktur, also unsere Kultur, nicht.

Jeder Mensch hat Gefühle, Triebe und Gedanken – sie beeinflussen unsere Handlungen. Auf eine nicht ganz rational fassbaren Art greift alles ineinander. Hunger und Wut sind wohl leicht wahrzunehmen, andere evolutionäre Funktionen (schütze die Spezies oder Untergruppe vor Potenziellen Feinden und so weiter) sind eher subtiler Natur. Dies ist unseren Vorfahren bewusst geworden. Auch wenn sie es so nicht formulieren konnten, diese Begrifflichkeiten entwickelten sich erst später.

Ich meine das die Sünde zum Teil die Erkenntnis der „unbewussten Vorgänge“ im Menschen sind. Man wusste nicht genau wieso es immer wieder bestimmte Tendenzen im Menschen gab, warum Gesellschaften sich immer wieder dysfunktional verhielten – aber man erkannte die Problematik und ging an. Ich glaube dass man darum den Teufel „das Tier“ nennt.

Da ich Informatiker bin, muss ich nun auf (vereinfachte) Begrifflichkeiten und Beispiele aus diesem Bereich zurückgreifen, ich bitte darum dem zu folgen.

Es gibt, vereinfacht gesagt, zwei Arten ein komplexes Programm aufzubauen. Entweder man schreibt alles zusammen in einen grossen „Block“ der alles kann, oder man trennt einzelne Funktionen ab. Linux und Unix sind grösstenteils Modular. Windows ist aufgrund der stürmischen Unternehmensentwicklung mehr oder weniger ein grosser Block. Die beiden Systeme haben unterschiedliche Lernkurven wenn man sie verstehen lernen will und wegen ihrer Struktur unterschiedliche Spätfolgen.

Bei Linux ist die Lernkurve anfangs sehr steil, das Konzept ist umfangreich, die Logik muss verstanden werden, die Denkirrtümer durchgestanden und verstanden (Abhängigkeiten..). Am Ende ist Linux extrem und schnell zu bedienen, sehr stabil und äusserst langlebig. Es gibt Geräte die seit Jahrzehnten nicht mehr neu gestartet worden sind. Die Modularität steigert die Komplexität – gleichzeitig aber auch die Stabilität. Man könnte es mit einem Fachwerk vergleichen, wie man es beim Hausbau verwende.

Bei Windows ist die Lernkurve genau andersrum. Sehr simpel der Einstieg, das System ist einfach zu verstehen – bis man komplexere und umfangreichere Systeme mit Windows aufbaut. Dann steigt die Lernkurve extrem, bedingt durch die fehlende Modularität des Systems. Die Trennung bestimmter Rechenoperationen ist nicht sauber, die Fehlermeldungen sind nicht sauber beschrieben, Konfigurationen greifen ineinander über – weil eine saubere Trennung zwischen der Konfiguration für Programm A und der Konfiguration für Funktion B für Programm B nicht durchgeführt worden ist (Registryhell, DLLhell..). – Genug davon, Erinnerungen an lange Arbeitsstunden drängen sich auf…

Übertragen auf unsere Kultur ist das wie folgt; das Christentum ist die bewusste und vernunftgeführte „Auslagerung“ gesamtgesellschaftlicher Triebkräfte in eine Denkkategorie mit eigenen Gesetzmässigkeiten die sich aus der Beschaffenheit (vor allem die Limitierung) des Menschen ergeben. Neid, Missgunst, Rache, Hass, Blutdurst, aus traumatischen Erlebnissen entwickelte Phobien, Störungen, Ängste und sonstiges Zeugs wurden kanalisiert. Bereiche der Gesellschaft wurden modularisiert, einzelne „Module“ sind dadurch auch zum grossen Teil wartbar, also erweiterbar – ohne das alle anderen „Module“ ausgeschaltet und neu gestartet werden müssen.

Hierzu die Beschreibung einige dieser „Module“:

Die Angst vor dem Tod wurde mit der Wiederauferstehung von Jesus überwunden – das Symbol für den Sieg der Liebe über den Tod. Und damit verbunden.

Jesus, als Sohn Gottes, der ewigen Weisheit, der Gerechtigkeit und Liebe ist rituell durch die Hölle gegangen. Den Verrat durch Freunde, die Demütigung durch Menschen die ihn missverstanden, Schmerz, Blut, Folter, Kreuzigungsgang analog zum Gang der Todeskandidaten zur Hinrichtung. Das elende Seuftzen des Gottessohnes am Ende – warum sein Vater ihn verlassen hat. Letzendlich der Tod und die Trauer, der Verlust eines Sohnes (durch die Mutter), der Verlust des erstgeborenen Sohnes (aus der Perspektives eines Vaters) und das Begräbnis.

Am Ende jedoch ist kein Ende, keine verlorene – kein Tod. Sondern die Auferstehung und der Aufstieg vom „Zutodebetrübt“ zum „Himmelhochjauchtend“. Jesus ist weiter gegangen als der gefallene Engel – durch das tiefste des tiefen, weiter als Luzifer der gefallene Engel – und höher hinaus. Heraus aus der demütigsten Demütigung.

Diese ganzen Gefühle, die ewige Todesangst der bewusstseinsfähigen Lebewesen die sonst destruktiv in allen gesellschaftlichen Bereichen herumtoben, konnten gezähmt und beruhigt werden – nicht durch Unterdrückung, wie kleingeistige und ungebildete Menschen sich das heute vorstellen, sondern durch exessives und intensives ausleben und zelebrieren.

Und zwar in Form der christlichen Rituale, Gebete, Feiertage. Die alten Frauen welche am Kreuz weinen, weinen nicht nur um Jesus, sondern ihr ganzes Leid heraus. Es ist ein emotional-rationaler Reinigungsprozess zum loslassen von Schmerzen und Traumatas.

Die Freude über Jesu Geburt und der Auferstehung ist ein „Ausweg aus der emotionalen Sackgasse“ – eine Geschichte zum überwinden von Depressionen. Damit feiert die Gemeinschaft die Freude und entblösst sich gegenseitig die „verletzliche Seiten“ jedes einzelnen Menschen – eine Art Vertrauensritual. Man wendet sich damit an die „sichere Seite“, denn Jesus ist die Menschwerdung der Liebe selbst – der Liebe zu uns Menschen.

Dies generiert eine Gruppenmoral – basierend auf die Geschichten des alten Testaments, gekrönt durch Jesu Gleichnisse, Tod und Auferstehung.

Diese Gruppenmoral ermöglicht den Aufbau von Institutionen die NICHT zur Aufrechterhaltung der Gruppe dienen.

Man kann Wissensvermittlungsinstitutionen aufbauen die sich ganz Abstrakt auf die Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe beziehen, aber sie nicht definieren oder in Frage stellen können. Man kann Unternehmen gründen, die sich auf Handel und Gelderwerb konzentrieren, im Hintergrund die Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe haben welche die Handlungen aller Teilnehmer des Marktes definieren. Schlussendlich kann man Länder und Reiche gründen die im Hintergrund den Konsenz auf Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe haben – und ebenso nicht die Religion also die heiligen Wahrheiten in Frage stellen dürfen oder können.Natürlich ist auch die Rechtssprechung ebenso aufgebaut. Das Recht agiert innerhalb der Gebote Gottes – die Gebote sind Grundlage des handels auf dem die Rechtssprechung basiert.

Diese Entmischung der Bereiche trägt zur Effizienzsteigerung bei. Ein König muss sich nicht um Glaubensgrundsätze kümmern, er muss sie verteidigen und einhalten („Verteidiger des Glaubens“). Ein Priester muss sich nicht um Landesverteidigung und Politik kümmern, er muss sein Leben der Heiligkeit widmen und wird von der Gesellschaft dafür finanziert. Ein Unternehmer agiert ähnlich wie ein König, und ebenso muss er sich nicht darum kümmern ob ein Gebot richtig ist oder nicht, er darf das auch gar nicht. Darin sieht man auch die Position der Religion, ja der Kirche. Sie ist überall und nirgendswo. Sie ist der Geist, der Ethos der alle Bestandteile einer Gesellschaft durchzieht. Sie ist der Kern – die „Programmiersprache“ die alles andere durchzieht. Gleichzeitig sind die anderen Bestandteile nicht in der Lage den Geist in Frage zu stellen, ähnlich wie ein Zahnrad nicht die Naturgesetze in Frage stellt.

Ich bezog mich aber auf die Informatik weil dies besser passt. Man kann nämlich Programme so programmieren das sie nur einige wenige Funktionen haben. Sie tun  ihre Aufgabe, oben kommen Informationen rein, unten kommt das Ergebnis raus. Das nächste Modul nimmt das vorherige Ergebnis und nutzt es als Eingabe für die weiterverarbeitung. Die Unterteilung zwischen Wirtschaft, Recht, Politik, Familie und Religion ist eine programmierte – wir müssen es nicht tun, es hat sich aber bewährt.

Unsere Vorfahren haben die Struktur aufgebaut, sie haben die Teile (unbewusst) so konzipiert das sie zwar ineinandergreifen, aber sich nicht gegenseitig vereinnahmen weil es sonst zum Rangordnungsstreit zwischen den Bereichen gibt. Die Statik lässt dann nach, oder anders gesagt das Programm ist mit sich selbst beschäftigt und „hängt“ oder „stürzt ab“. Darum ist es auch zentral dass die Kirche keine weltliche Macht haben darf (so wie Papst Urban es beim Aufruf zum Kreuzzug auch betonte). ABER auch das der Staat keine Heilsversprechen geben, also keine Ersatzreligion sein darf – wie er es bei den Kommunisten ist.

Die Glaubenskräfte der Menschen, die generierung der Hoffnung, der Umgang mit Enttäuschung, Niedertracht, die rituelle und symbolische Feier der geistigen Gesetze der Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe müssen in einer Institution gelebt werden die nicht verbunden sind mit wirtschaftlichen, politischen, familiären und juristischen Überlegungen. Dann sind die zuletzt genannten auch frei vom ersteren. Sehnsucht nach Unsterblichkeit hat in der Politik nichts zu suchen – sie generiert Machtkriege. Dass versprechen von Erlösung hat in der Justiz ebensowenig zu suchen – es generiert den Nannystaat, den Omnipotenten überall reinregulierenden Apparat, die Staatsgläubigkeit und Staatsabhängigkeit. Diese Macht zeiht dann zweifelhafte Personen an, die diese Macht zweifellos ausnutzen.

Um zurück zu meinem Vergleich mit der Programmierung zu kommen, ein modulares System ist flexibel. Einzelne Bereiche können repariert, erweitert, ausgetauscht werden. Je nach Bedarf. Ist ein Feudalstaat nicht mehr brauchbar, dann wird  das „Modul Feudalstaat“ abgeschaltet und ein neues „Modul Nationalstaat“ eingebaut. Die restlichen Module können unangetastet bleiben. Ist der Merkantilismus zu einfach, baut man die moderne Marktwirtschaft. Natürlich beeinflusst die Veränderung eines so wichtigen Modules wie die Staatsstruktur auch die anderen Module, aber man muss sie nicht abschalten, und die Veränderungsdauer ist kürzer. Man kann auch das Hauptmodul anpassen, die Religion, doch die Programmiersprache kann nicht verändert werden ohne alles neu zu schreiben.

Das Modulare System lebt von Freiheit und zeugt davon welche Mentalität die Kultur hat, die so eine Religion aufgenommen hat. Ohne Flexibilität gibt es keine Module, ohne die Ehrung von Freiheit, Gerechtigkeit und Liebe ist die Gesellschaft ganz anders aufgebaut.

Als Gegenentwurf steht das Monolithische System. Das Recht, die staatliche Macht, die Religion – ist alles in einem „Block“ zusammen, müssen die Grundregeln, die „Moral dahinter“ sehr radikal, knallhart, geradezu bestialisch sein wenn diese Kultur überleben will. Die Religion ist immer noch hinter allen Elementen der Gesellschaft, aber alles ist Religion. Die Justiz orientiert sich nicht nach einem losgelösten Prinzip der Gerechtigkeit – sondern anhand der Bestätigung der Religion. Sie kann und darf nichts sagen was der alten Überlieferungen widerspricht. Ebenso die Wissenschaft nicht, die Schulen sowieso nicht, der Staat auch nicht. Ausstieg aus der Religion muss verunmöglicht sein, die ganze Struktur würde zusammenbrechen wenn genug Menschen lebten die nicht an die „Moral dahinter“ glauben. Andere Kulturen wären ein ständiger Widerspruch zur Kultur, ein Hindernis und ein ständiges Ärgernis das die Macht der Kleriker, Staatenlenker und Familien untergräbt. Eine Doktrin des permanenten Kampfes hilft dabei die Kultur zusammen zu halten. Das Private ist nicht privat, sondern religiös. Jede Handlung ist ein Teil des „Heiligen Gesetzes Gottes“ und wird formalisiert, festgezurrt und muss eingehalten werden. Vor lauter Gesetze Befolgen gibt es keine Freiheit des Denkens, man ist beschäftigt mit herausfinden wann eine Frau mit einem Mann im gleichen Büro arbeiten kann wenn sie nicht verwand sind. (Die Lösung: ein „Rechtsspruch“ der sagt dass die Frau den Mann säugen müsste, dann würde es gehen…)

Ein weiteres Monolithisches System ist der Kommunismus. Das „Modul Religion“ wurde dort ausgeschaltet, der Staat und die Partei, die Politik übernahm die Funktion der Errettung, der Sinnstiftung. Darum wurde das Private politisch – und es ist es im Feminismus immer noch. Darum hat sich die Partei wie ein Gott verhalten, oder was die Menschen darunter verstanden. Der Staat wurde zum Moloch – wie heute unsere westlichen Staaten die alles und jeden kontrollieren wollen.

Mein Fazit ist dass folgende:

Allein schon anhand der Geschichte, der wissenschaftlichen Erfolge, dem ausgelebten Forscherdrang, der Fähigkeit zur Implementation verschiedener lokaler Kulte in das Christentum (Gothik mit keltischen Elementen, Südafrikas Kirchen, Gospel in den schwarzen Gemeinden der Vereinigten Staaten, die Struktur der Kirchen in Südamerika), die Förderung des Disputes, der Scholastik, der Verehrung von Aristoteles, Sokrates und Platons, der Übersetzung der heiligen Schriften in die lokalen Sprachen – im Gegensatz zum aufdrängen des Arabischen in anderen Kulturkreisen, sind rein logisch der Beweis dafür, dass unser Christentum eine stabile, lebendige Fachwerkstruktur / Modulstruktur hat.

Eine starre Theokratie war das Christentum nie, sonst wäre es so geworden wie in den Ländern die bis Heute eine starre Theokratie haben. Wissenschaftliche Entwicklung? NULL. Forschung und Schulen? NULL. Buchmarkt? Ich habe mal gehört dass im gesamten Islamischen Gebiet (immerhin eine Milliarde Menschen) weniger Bücher umgesetzt werden als im kleinen Portugal.

Die Kirche hat Forschung und Wissenschaft gefördert. Jesuiten waren in Südamerika und haben mit den Indios Gemeinschaften aufgebaut. Sie haben die Indios vor den Sklavenhändlern beschützt, sogar bewaffnet. Jesuiten waren beim Chinesischen Kaiser – als Mandarinen, also hohe Berater. „Nestorianer“ waren im Mongolischen Reich berühmt für ihre Medizinischen Kenntnisse, bei Ausgrabungen in der Mongolei fand man Reste eines Nestorianischen Krankenhauses. In China wurde eine Datumsumstellung durchgeführt – von Jesuiten. Papst Gregor tat dies auch einige Jahrhunderte früher – der Gregorianische Kalender ist bis Heute gültig. – Ich werde das in einem anderen Beitrag thematisieren. Worauf ich hinaus wollte: „An den Früchten werdet ihr sie erkennen.“

Alles in allem gefällt mir das „Fachwerk Christentum“. Und ganz zuletzt ist mir aufgefallen dass Josef, der Vater von Jesus und damit auch Jesus – von Beruf Zimmermänner waren.

Und ich kann mir nicht vorstellen dass die Menschen damals vorausgesehen haben wohin ihre Entscheidungen sich entwickeln. Im Nachhinein ist das immer schön zu beobachten, aber vor 2000, 2500 oder 3000 Jahren? Ich glaube nicht, Tim.

Templarii

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8 Kommentare zu “Das Fachwerk Christentum

  1. Als Christ, Linux-Nutzer und Lehmwerkbauer antworte ich: Dieser Artikel hat mir sehr gut gefallen! Bin heute erst auf diesen Weblog gestoßen und werde noch mehr darin lesen.

    Ich wünsche dir und allen Besuchern noch weitere besinnliche Tage und Nächte. (Man spricht auch von den Heiligen 13 Nächten bis zum Epiphaniasfest.) Und zu Silvester Geistesblitze statt käufliches Feuerwerk und Schreckschußböller.

    • Nachtrag: Ich bin auf den obigen Artikel durch einen Eintrag im wgvdl.com-Forum gestoßen. Nachdem ich in einer Antwort auf besagten Eintrag ein Zitat aus deinem Blog-Artikel zur Christenverfolgung brachte und – zugegebenermaßen provokativ – die Frage anfügte: „Was sagt denn hier die Forumleitung dazu?“, war meine Antwort binnen einer Minute gelöscht.

      Es gibt also eine breite Fraktion innnerhalb der maskulistischen Bewegung, die nicht nur a-theistisch, sondern anti-theistisch eingestellt ist, gemäß dem heutigen Zeit-Ungeist. Darum erkenne ich in Webpräsenzen wie diese hier „Leuchttürme“. Wer den Problemen wirklich auf den Grund gehen will, kommt nicht umhin, die ganze abendländische Kultur mit einzubeziehen.

      • Der Maskulismus ist noch jung, die Strukturierung dort kommt erst.

        Es gibt die Rechten Maskulisten, die Linken Maskulisten (Warum nur?) dann noch die Gutmenschenmaskulisten und so weiter.. Die für die Wehrpflicht für Frauen, die gegen die Wehrpflicht, die Frauenhasser, die Frauenliebhaber aber Feministinnenverachter..

        Templarii

  2. Ich habe eigentlich nie ernsthaft daran gezweifelt, dass
    das Christentum eine ganz gut zugeschnittene Religion ist und die
    Grundlage fuer all das darstellt, was Europa geleistet hat. Das
    Problem liegt woanders: das Christentum, vor allem in den
    evangelischen Landeskirchen, ist innerlich zerstezt und
    ausgehoehlt. Vor allem in den Leitungsebenen finden sich immer
    wenigerMenschen, die vollstaendig an die traditionelle Botschaft
    des Christentums glauben. Eine Religion lebt davon, dass man an sie
    glaubt. Ein Haufen Suchender, jeder mit einer persoenlichen
    Mischung verschiedenster Glaubens- und Ueberzeugungselemente, ist
    keine wirkliche Gemeinde oder gar Kirche. Ich glaube, immer mehr
    Leuten daemmert, dass es mit immer weniger Christentum nicht
    einfacher wird in Europa. Aber wie kriegt man das Christentum, dese
    alte Galeere, wieder einigermassen seetuechtig?

    • Ich glaube daß das Protestantentum ein Irrtum ist, ein Fehler – außer der Antrieb für die Wirtschaft. Luther drehte durch, seine Thesen sind nicht besonders beeindruckend und gingen größtenteils gegen den Ablaßhandel – den er nicht verstand. Und die Prasserei von dem Luther sprach, war schlicht die Renaissance.

      Auf die Beine bringt man das Christentum durch archäologie und geistige Reconquista – sowie aktivem Christentum. Ich bete und gehe in die Kirche.

      ajk

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