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Mein Denken hat sich inzwischen orientiert, wenn man ein inneres Koordinatensystem hat, hilft das.

Dazu gehören Gedanken zu Kleinigkeiten die man immer wieder übersieht. Mir ist aufgefallen daß ich unter „Immer und Ewig“ dasselbe verstehe. „Immer“ ist für mich ein Synonym für „Ewig“ gewesen.

Doch dies ist falsch und der Gedanke der sich daraus entwickelt hat eine gehörige Konsequenz.

Immer ist nämlich eine zeitliche Bezeichnung, Ewig ist aber jenseits der zeitlichen Abläufe. Was ich damit meine ist, daß wir „Immer und Ewig“ nicht sagen um die Aussage zu verdoppeln. Wir beschreiben damit verschiedene „Dimensionen“.

Einsteins Vergleich was „relativ“ ist, dient da gut als Beispiel. In seinem Spruch, das die Zeit in welchem ein schönes Mädchen auf dem Schoß sitzt uns viel kürzer vorkommt als auch nur 10 Sekunden mit der Hand auf einer heißen Herdpatte, weist darauf hin.

Ratzinger beschrieb in seinem Buch „Einführung in das Christentum“ daß die Ewigkeit nicht ausserhalb unserer Zeit ist – nicht am Ende, nach dem Tode. Sondern immer in der Zeit, überall.

Ewig ist ein geistiger Zustand des Menschen wenn die Zeit nicht vergeht, wenn das Bewusstsein vollständig in der Gegenwart ist. Die Hand auf der Herdplatte bringt uns dazu die Sekunden als „Ewig“ wahrzunehmen. Jede Sekunde rinnt langsam vorbei, hunderte Gedanken strömen ein, der Schmerz wächst.

Die ewige Hölle kann man sich so vorstellen – daß Bewusstsein ist vollkommen im „Jetzt“. Wenn dieses „Jetzt“ negativ ist, brennt sich das negative in uns ein. Opfer von Gewalttaten und von Unfällen wiederholen im Geiste immer und immer wieder die Situation. Ohne Therapie, ohne Bearbeitung oder Ableitung bleibt der Schrecken.

Beim Guten ist es aber ebenso, daß Gute prägt, es bleibt. Ein Geruch der an eine schöne Zeit erinnert, die bestimmte Melodie. Der Geist ist dann in dieser Ewigkeit. Sie vergeht nie, sie „ist“ immer irgendwie da.

Auf ewig in Gottes Geiste sein bedeutet folgerichtig in einem ewigen Gegenwärtigen Augenblick zu sein. Im Augenblick des Wahren, Guten und Schönen. Wo man ist, mehr nicht.

Es ist exakt dasselbe wie beim Zustand des Himmels in der erwähnten Mönch/Krieger Geschichte. Und dasselbe was man Buddhistische Mönche als meditativen Zustand bezeichnen. Daß haben unsere Mönche auch getan, tun es noch.

„Immer“ dagegen bedeutet zu jedem Zeitpunkt. Also Morgen, Übermorgen, in 10 Jahren, in 100 Jahren. An jedem Tag auf dem Kalender.

Der Unterschied weist darauf hin wie unsere Vorfahren dachten – vor allem was sie bedachten..

Templarii

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