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Meine Forschungen in den Ruinen unseres Wissens werden immer spannender. Es ist richtig vergnüglich immer mehr zu erkennen, widerlegen, neu verbinden. Es fühlt  sich an als würde ich Löcher in meinem Bewusstsein schliessen. Es macht irgendwie Klick, zum Beispiel beim Begriff „Geist“. Langsam erfasst mein Verstand, was überhaupt  mit Geist gemeint ist.

Aus dem dritten Buch „Über die Seele“ von Aristoteles:

„Geist hat mit nichts etwas gemein. Er ist kein Naturding; ihm kommt keine der Bestimmungen zu, die wir für die Welt gebrauchen. Er ist wesenhaft Energie, Tätigkeit. Er ist  aktives Nichts der Welt; er ist die Energie, nicht zu sein wie sie, um sie als Gegenüber zu haben und sie intelligent zu beherrschen. Geist ist das Haben des Allgemeinen. Er  hat alles zum Gegenstand. Weil er nichts von allem ist, stellt er sich die Wirklichkeit als Ganzes gegenüber, kann er alles zum Objekt machen.“

Ich  habe so manches mal Geistesblitze, beim lesen dieses Textes kam wieder so einer. Der Geist ist eigentlich „Nichts“, er hat keine Form. Der Akt des „tätig sein“, ist die Manifestation des Geistes. In dem Augenblick wenn wir Menschen uns mit einer Sache beschäftigen, ist der Geist da. Er wirkt durch uns, wir wirken durch ihn.

Es gibt aber Gründe, auf welche Art sich ein Geist zeigt. Es gibt Weisheiten dazu, zum Beispiel „gib einem Mann Macht, und sein wahres Wesen zeigt sich“. Ich glaube dass das Christentum, dass Gott die Erkenntis einer „Grundstruktur allen Geistes“ ist. Vielleicht so etwas wie die „Formel“ des Geistes. Vielleicht ist das Konzept der Sünde das begreifen dass wir desktruktive Anteile in uns haben, die den Geist auf eine bestimmte Art formen.

Mir erschliesst sich der Gedanke das herausgefunden worden ist das es perfekte Ideale gibt und das man seinen Geist verändern kann, wenn man sich anhand von diesem Ideal orientiert. Im Christentum geht das ganze einen wesentlichen Schritt weiter, der perfekte Geist hat sich manifestiert als Mensch um eine Botschaft zu vermitteln.

Auf der anderen Seite gibt es aber das Chaos, die amorphe „Masse“. Die unbewusste Steuerung oder noch schlimmer, die fehlgeleitete Steuerung, also ein Mensch der meint das er bewusst und vernünftig handelt, aber vollkommen emotional gesteuert ist. Ich bin mir nicht ganz bewusst wie weit es geht, aber in unserer Kultur kennen wir solche Menschen, die jüngere Geschichte ist voller solcher grauenhafter Geister.

Templarii

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2 Kommentare zu “Der Geist

  1. Großartig, Du kommst voran! Aristoteles ist einer der Besten.

    Die Alten hatten etwas, das den (post(post))modernen Schmalspurphilosophen, Hobbyesoterikern und Interplanetaren fehlt.

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