Home

Mir ist beim sinnieren über das Christentum einiges aufgefallen, es erscheint mir als ein sehr weises kybernetisches System. Vereinfacht bedeutet dies, dass es ein selbstregulierendes „Kultursystem“ ist. Kybernetik klingt einfach besser.

Meine Gedanken führten mich dazu, dass die Struktur des Christentum zur steigerung der Durchschnittsintelligenz der Kulturen führt, die auf der Basis dieser Religion leben. Der zentrale Punkt ist die Sünden- und die Gnadenlehre. Wie ich es schon mal dargelegt habe, dient die Sündenlehre dazu das Bewusstsein für triebhafte unkontrolliertheit zu schärfen und mit einem Tabu zu belegen. Das alte Testament ist ja, vor allem in den ersten Büchern (ich hab noch nicht alles gelesen) für eine Stammesgesellschaft geschrieben. Daher auch der harsche Ton, die Strafen Gottes und die harten Prüfungen.
Es diente dazu die Menschen zu züchtigen die noch keinerlei Unrechtsbewusstsein für Körperverletzungen, Sklaverei und eben Vergewaltigung hatten. Die Ritualverbote und die fixierung auf einen unsichtbaren Gott von dem man sich kein Bild machen soll, helfen ebenso gegen die Triebhaftigkeit, so könnten Selbstverletzungen
einen Menschen sehr stark beeinflussen und gewisse Traumatas implementieren die zur gefügigkeit führen. Beispielsweise waren Tätowierungen und rituelle Narben verboten, also das was manche Stämme in Afrika immer noch machen. Die Beschneidung war vielleicht noch ein notwendiges Zugeständnis an die Lebenssituation der
Stämme. Man hatte *irgendeine* Art von Markierung. Doch auch diese war schon eher versteckt.

Diese ganze „enttriebhaftung“, die verlagerung der von mir als Gottessehnsucht identifizierten Triebkräfte im Menschen, hinter welcher ich den natürlichen evolutionären Trieb nach weiterentwicklung und „Anpassung“ sehe, diese bewusste Trennung und tabuisierung half bei der Entwicklung der Vernunft.

Dies kann man im Alten Testament nachvollizehen. Zuerst gibt es die Stammesregeln, später im Buch der Weisheit lange Erzählungen darüber das man die Weisheit lieben sollte (Philo-Sophia) und das dann konkrete Beispiele und Beschreibungen was unter Weisheit zu verstehen ist. (Beispielsweise die berühmte Geschichte
der salomonischen Entscheidung wegen dem Kind und den zwei Frauen) Die lange Beschreibung durch einen König von Israel, was er alles getan und gemacht hat um zu erfahren was wahres Glück ist, mündet darin das selbst Wissensuche und bau von grossen Städten, viel Gold oder Frauen nicht zum Glück führen sondern
nur Gottesfurcht. Der Rest ist jagen nach Wind. Auch wenn mir nicht klar ist, was Gottesfurcht genau bedeutet (Höchstens im Sinne von Ehrfurcht) so verschliesse ich mein Herz nicht sondern forsche weiter!

Und da ist wieder das kybernetische System Christentum. Die Weisheit aus dieser Religion erschliesst sich nur denen, die diese Religion annehmen können. Ich versuche das nun etwas konkret zu beschreiben.

Anselm von Canterbury sprach den folgenden Satz aus: „Ich glaube, um zu verstehen.“ – und genau das ist nötig um zu verstehen. Die erste Erkenntis ist, das wir die Weisheit nicht mit Löffeln gegessen haben. Eine gute Portion Demut (im positivem Sinne!) hilft erheblich dabei um zu lernen.

Das heisst, das die Lehre dazu führt, das man eine positive Form der Demut entwickelt, verbunden mit seinem eigenen Herzen im Vertrauen darauf das „es gut ist“. Dies ist genau die Geisteseinstellung die man braucht um forschen zu können. Es ist genau die Geisteshaltung die notwendig ist um anzunehmen, es ist genau die richtige Geisteshaltung um lehren zu können.

Und nur in dieser Geisteshaltung kann man verstehen und lernen was Menschen, die innerhalb dieser Geisteshaltung waren, bauten oder erdachten. Einfach gesagt: Die Struktur der europäischen Staaten funktioniert nur wenn alle verantwortlichen dieser Staaten eine positive Form der Demut haben. Sonst implodieren die Strukturen wie es jetzt der Fall ist. Korruption und Nachlässigkeit sowie fehlender Stolz auf die Aufgabe, sind die Folge.

Selbstregulierend daran ist, das jegliche Entfernung vom Christentum zu einer Krise in allen Bereichen einer hochtechnologischen Zivilisation führt, die durch die Christentum-Mentalität zu einer Zivilisation geworden ist. Diese Kriese führt die Menschen dazu zu hinterfragen was die Ursachen für diese Kriese ist. Die Menschen, welche stark genug sind um ihre Vorurteile und ihren Hass gegenüber dem Christentum abzubauen, finden den Grund heraus und ändern sich selbst.

Es ist faszinierend, aber das Christentum hat eine „eingebaute Firewall“ die nach jeder Kriese die Menschen ausfiltert die sich nicht Rechtschaffend verhalten. Diese Menschen versinken dann in der Wut, im Hass in der eigenen Widersprüchlichkeit oder kurz gesagt: In ihrer angeborenen Sündigkeit. Darum überleben Kulturen ohne Gott nur auf einer niedrigen Stufe wie zum Beispiel in Haiti mit ihrer Voodoo-Christentum-Groteske oder aber die Grosstädte im Westen immer mehr.

Die Betonung meiner Aussage liegt bei „Menschen die stark genug sind“. Es sind nur Menschen deren Psyche damit umgehen kann, das sie sich geirrt haben, Menschen die sich vom triebhaften Hass entfernen können. Ich glaube das solche Glaubenskriesen weltweit regelmässig auftreten, vor allem weil neue Technologien die Menschen in jeder neuen Generation erneut herausfordern – es wieder zu einer Kriese kommt – und es wieder zur Aussonderung durch die „psychische Firewall“ kommt.

Und der König der Welt – der lebendige Gott, der heilige Vater, der Sohn und der heilige Geist
erhebt sein Haupt und prüft die Sünder. Sein Wort gilt, jeder der über seine Gesetze hinwegsieht leidet.
Seine Strafe ist donnernd, die Ungerechten enden im ewigen Leid, die Gerechten haben aber das ewige Leben.

Langsam verstehe ich…

Templarii

PS: Ich führe das jetzt fort, mir fällt eine Menge ein!

10 Kommentare zu “Das kybernetische System Christentum

  1. Relgiion ist ein uneindeutiger Begriff,
    Es gibt weder „das“ Christentum, noch „die“ Bibel.
    Stolz auf Etikett ist belassen.

    Sogenannte Christen sollten ihrem fiktiven König, erstmal beibringen, dass Mensch ein Gehirn hat, die Erde routiert, inzwischen Menschenrechte gelten, die auf Deisten zurück gehen. Monarchie war einmal

    • Da freut man sich das jemand kommentiert und dann das…

      Es gibt „das Christentum“ und es gibt „die“ Bibel. Kann man nachlesen.

      Was sie sonst noch so schreiben entzieht sich meinem Verständnis. Was bitte wollen sie mitteilen? Das sie nicht wissen dass das Christentum eine Wissenschaftsreligion ist?

      Danke das wissen wir hier alle nun. Und nu?

      Templarii

  2. Erläuterung:

    Das sogenannte Christentum hat ca 900 Parteien, weniger wie die Hälfte im ÖRK. Dort ist die einzige Einigkeit die Dreieinigkeit. Dank der vielen Unterschiede gibt es „das“ Christentum nicht. Selbiges lässt sich für jede Religion sagen, gilt aber besonders für sogenanntes Christentum.

    Bibel = Papyrus (das vom Pharao)
    Es ist kein Urtext, keine Geschehenszeugen. keine Historie, keine Naturwissenschaft
    Älteste Texte sind die Qumranrollen, welche keine Urtexte sind.

    Samartaner, Juden…Orth., Katholiken, Protestanten haben je eine andere Kanonisierung der Texte. Von den vielen unterschiedlichen Übersetzungen die waren und sind ganz zu schweigen.

    Religon ist ein uneindeutiger Begriff. Das ergibt sich schon aus der Problematik von ca. 10.000 Kultparteien, ca. 40 sogenannte heilige Schriften auf der Erde.

    Es gibt das Studienfach Religionswissenschaft. Da geht es aber nicht um Glaubenslehre.

    • Es ist uninteressant was sie sagen. Thema verfehlt. Machen Sie einen eigenen Blog auf und schreiben sie das.

      Dass die Bibel kein einheitlicher Text ist, ist bekannt. Dass weiss man. Das wird auch nicht anders kommuniziert. Offensichtlich ist es für SIE sehr schockierend. Für mich nicht.

      Und was die Christenströmungen angeht, solange sie an Christus und den dreieinigen Gott glauben, die Gebote einhalten sind sie Christen. Die gemeinsame Moral und der Ethos sind das ausschlaggebende.

      Templarii

  3. Ethik nur in der freiheitlichen demokratischen Verfassung…? Vielleicht dreht sich die Sonne doch um die Welt einiger Menschen 😉 Ich verstehe nicht ganz worum es hier geht. Das es auch eine Welt gibt wo man sich selbst nicht als Vieh versteht. Aber ach was solls….
    Ich finde den Artikel ganz gelungen. Ich denke genau so.

  4. Mit beweisen ist das so eine Sache. Beweisen sie das sie Ihre Eltern lieben. Oder bin ich Naiv wenn ich Ihnen glaube. Und ob Gehirn gefordert ist oder nicht sollten Sie wohl jeder für sich selbst entscheiden. Vieleicht fragen Sie das ja mal bei Ihrem nächsten Gefangenenbesuch oder noch besser bei der Krankenpflege. Ist bestimmt lustig wenn man einer alten Frau am letzten Abend erzählt:“ Hey Zeit abgelaufen und hats Spaß gemacht.Wenn nicht Pech gehabt.“ Also was im Ihrem Kopf vorgeht möchte ich lieber nicht ahnen. Aber ich bin nicht hier um zu Streiten. Leben und Leben lassen. In diesem Sinne

  5. @interplanetar

    Die Freiheit als Ideal wurde erst durch das Christentum zum Ethos Gottes. Menschenrechte haben sich erst entwickelt als man entschied das Menschen vor Gott gleich sind, egal ob sie arm oder reich sind.
    Das Sie keine Ahnung haben was in der Bibel steht, sollten sie auch lieber nicht darüber reden. Schweigen sie lieber und unterhalten sich über Themen von denen Sie Ahnung haben.
    Wer mir ernsthaft mitteilt das die folgenden Gesetze: Du sollst nicht morden, Du sollst nicht lügen, Du sollst nicht stehlen NICHT in unseren heutigen Gesetzbüchern stehen, ist schlicht blind. Wahrscheinlich mit absicht.

    Ihre Sätze sind abgeschnitten, unklar.. Worauf wollen Sie hinaus?

    Templarii

  6. Der „Interplanetare“ ist ein liberaler Atheist, so wie ich früher. Er hat noch nicht verstanden, dass er einem Lügengebäude aufgesessen ist. Es ist auch nicht möglich ihm zu erklären, dass seine persönliche Unfähigkeit Gott zu sehen nicht automatisch bedeutet, dass die Kirche abgeschafft gehört. Er wird lange Zeit brauchen, um diese Einsichten zu erhalten. Ich empfehle ihm die Lektüre dieses und meines Blogs (mein Blog nicht aus Eigenwerbung, sondern weil meine Denkgeschichte von einem ähnlichen Standpunkt ausgeht). Er sollte aber als allererstes seine Überheblichkeit ablegen und zumindest die Möglichkeit einräumen, dass er Unrecht haben könnte.

  7. Sehr interessanter Artikel, besonders „Es sind nur Menschen deren Psyche damit umgehen kann, das sie sich geirrt haben, Menschen die sich vom triebhaften Hass entfernen können.“ ist sehr hilfreich für das Verständnis einiger Dinge.

    Danke.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s