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Es gibt kaum etwas was mehr über einen Menschen aussagt als seine Reaktion auf das Wörtchen „Demut“.

Die meisten Menschen reagieren mit Abwehr und Abscheu auf dieses Wort. Man merkt was sie unter Demut verstehen, es ist für sie etwas schreckliches und böses. Menschen fürchten sich vor der Demut, weil sie glauben, dass damit die „Demütigung“ gemeint wird. Hier einige Beispiele was Demut ist.

Der Hund bellt. Er hat Angst vor dem Sturm. Er winselt und heult. Er verkriecht sich unter dem Tisch und stört die abendliche Ruhe. Das Herrchen will den Sturm geniessen, dabei Musik hören und den Tag zum Abschluss bringen. Demut ist, seinen Ärger zu überwinden, den Hund nicht anzuschnauzen oder zu verscheuchen. Demut ist zu erkennen, dass man trotz all der Überlegenheit im Geiste trotz der Macht über Leben und Tod, den Hund nicht mit Zwang die Furcht wegnehmen kann. Die Wut und der Ärger kommen oftmals aus dem Hochmut heraus.

Der Säugling schreit. Er windet sich, er will sich nicht beruhigen. Die Nerven sind schon angegriffen, die Mutter ist müde, sie zickt mit dem Vater herum, er ist auch genervt vom Geschrei. Doch das Kind lässt sich nicht beruhigen. Wenn es liegt schreit es, wenn es in den Armen gehalten wird, schreit es. Türe schliessen kann man nicht, das Kind schreit noch lauter. Liegen lassen kann man das Kind nicht, es schreit laut. Demut ist zu erkennen, dass die ganze Bewusstheit und Intelligenz am Kind zerschellt. Das Kind ist mächtiger in seiner Unschuld und animalischen Direktheit. Es IST und es schreit. Demut ist, den Ärger und die Wut wegzuschieben, sich zu beruhigen und das Kind mit dem inneren Stress nicht noch mehr unter Druck zu setzen. Es kann nichts dafür, es ist einfach nur. Es versteht nicht, es ist nur. Es ist nicht zugänglich für Worte, für Vernunft, es ist einfach nur. Ohropax in die Ohren und das Kind weiter beruhigen. Seine Gefühle zähmen (überwältigen!) und die Vernunft rufen mit welcher man nochmal die ganzen Punkte durchgeht, Essen, Windeln, Schmerzen (was eingeklemmt?), übermüdet?

Die Demut ist ein emotionales Werkzeug. Das Bewusstsein ist besser unter Kontrolle zu halten mit dem Bewusstsein, dass es die Demut gibt und dass sie was bringt. Im Christentum ist die Demut sehr markant und präsent. Wie immer ist das auch ein ironisches Paradoxon. J Das ausgerechnet so etwas kleines, ruhiges, zurückhaltendes wie die Demut so stark präsent ist, zeugt von Humor. Die Kreuzigung ist die höchste Demutsgeste die es gibt. Das Höchste, Herrlichste, Mächtigste, Abstrakteste begibt sich auf das niedrigste Niveau welches es gibt, kleingeistiger Neid von Wesen die nicht erkennen können, dass sie ihr Ziel verlieren, obwohl sie es so sehr begehren.. Schlimmer geht’s nimmer…

Jesus wusch die Füsse anderer, er gab sich ab mit Huren, Geldeintreibern und Co, er verband sich mit dem niedrigsten obwohl er sehr hohe Moralische Vorstellungen hatten.

Egal ob man an die Geschichte als wahr glaubt und Christ ist, oder ob man es nur als moralische Erzählungen sieht, der Inhalt dieser Erzählungen ist erkennbar. Es geht um Demut.

Der Westen hat seine Demut verloren. Die Menschen ahnen aber, dass es da etwas gibt, und kopieren es auf dämliche Art. Sie demütigen sich. Die Feminisierung, die Islamisierung ist eine Fehlhandlung von Menschen die irgendwie ahnen das Demut der richtige Weg ist um sich selbst zu erden. Auch Heiden die nach alten „Wahrheiten“ suchen, sich Mythen zusammenstellen und meinen, etwas gefunden zu haben was noch keiner hatte… suchen eigentlich nur das was es schon seit 2000 Jahren gibt. Die gütige Demut eines Mächtigeren zu Ohnmächtigeren.

Diese Demut hilft dabei lernen zu können, sich zu bemühen ein Problem zu lösen. Ohne Gewalt. Diese Demut wird heute missverstanden und pervertiert. Für mich ist das schlicht Gottlosigkeit. Denn Gottlosigkeit ist in diesem Fall das Fehlen der Güte, auch gegenüber sich selbst. Sich falsch demütigen ist schlicht und ergreifend „das Werkzeug Demut“ nehmen ohne „das Hauptprinzip der Existenz – die Liebe zu nutzen“: Die Güte zu sich selbst.

Templer

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2 Kommentare zu “Die Demut

  1. „Demut“ ist das geistige Fundament eines wahren Wiedergeburtschristen,
    der die Gnade Gottes empfangen hat und in ihr, mit Gott und seinem Christus und durch den Heiligen Geist, zu der wahren Verbindung, Vereinigung und lebendiger Gemeinschaft gefunden hat,welches ist das einzige von Christus gestiftetet >Sakrament der inneren Vereinigung<!

    • Nur was meinst Du damit? Kannst Du das erklären? Normalverständlich und nicht so Christlich-mystisch zu reden? Es versteht kaum einer, man muss es erklären.

      Es ist auch Teil der Demut das man sich anpasst an die angesprochenen und ihnen ruhig und respektvoll erklärt.

      Mich macht Demut glücklich und beruhigt mich. Die gute Art der Demut.

      Templer

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