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Um gleich zum Kern des Problems zu kommen, beginne ich über Gott zu schreiben.

Viele Menschen heute meinen, das Gott ein Mann mit Bart und Toga ist. Wie bei Simpsons hat er Sandalen an und ist irgendeine Figur an einem Ort über den Wolken wo Engel auf Harfen spielen. Dies ist kurz und bündig das, was Gott und Christentum geworden ist. Und auch warum dieses abgelehnt wird.

Zuallererst, Gott ist keine Figur. Er hat kein Aussehen, er hat keinen Bart, trägt keine Toga und auch keine Sandalen. Auch das Bild von Michelangelo ist falsch und eher in der Tradition der ersten Renaissance zu sehen.

Wenn man aber anfängt zu beschreiben, worum es überhaupt geht, wird es etwas komplex. Unsere Vorfahren waren nämlich keine Idioten, die dümmlichen Vorwürfe vonwegen „Götter sind Noterklärungen für Vorgänge die keiner verstand“ waren schon vor 2000 Jahre ALT.

Was existiert?

Zahlen existieren. Die Zahl 5 existiert, sie ist vor der 6 und nach der 4. Zahlen sind unendlich, man kann sein ganzes Leben lang zählen und nie ans Ende kommen. Selbst wenn die gesamte Welt explodiert, alle Sonnen ausgehen, die Zeit sowie Raum aufhören zu existieren, wird es immer noch Zahlen geben. Irgendwie, irgendwo.

Es gibt also eine „Dimension der Zahlen“, wir können diese erfassen und mit diesen Zahlen hantieren. Sie haben eine Wirkung auf unsere Welt, wir können aufgrund der Zahlen und ihrer „Wirkung“ Gebäude bauen, Fahrzeuge bewegen, etwas kaufen und so weiter.

Doch gibt es Zahlen? Kann man die Zahlen zeigen? Die Wirkung der Zahl kann man zeigen, aber eine Zahl hat noch nie jemand gesehen. Wir haben zwar Zeichen für Zahlen, doch das sind nur unser Zeichen für die Zahlen. Die Römer schrieben I, II, III. Wir schreiben sie 1,2,3.

So ähnlich verhält es sich mit Gott. Keiner kann Gott zeigen, niemand hat ihn je gesehen. Wir haben Zeichen für Gott, diese Zeichen sind aber nicht Gott selbst. Wir haben Zeugen von Gott, diese vermitteln aber nur da was sie Wahrnahmen. Wir haben aber eine Geschichte die davon erzählt das eben dieser Gott hier auf der Erde war und das menschliche Leben nachvollzog. Im Guten wie im Schlechten.

Gott ist eine bewusstseinsfähige Entität, welche die geheimnissvolle Grundlage für die Wahrheit, Schönheit und das Gute ist. Gott ist das Bewusstsein des „existieren sollens“. Sozusagen der Baumeister welcher die Mathematik verwendet um die Existenz zum existieren zu bringen. Gott ist die Wahrheit, die Schönheit, das Gute selbst. Denn dies ist die Grundlage der Existenz. Ich selbst bin noch auf der Spurensuche nach den Erkentnissen, aber Augustinus und andere haben sich viel Mühe gegeben um das zu umreissen.

Problem der Worte

Das klassische Problem bei einer Gottesdiskussion ist das Missverständnis der Sätze. Ein Christ sagt: „Gott ist die Wahrheit“. Ein anderer glaubt darunter zu verstehen, das der Christ sagen möchte, das Gott wahr ist. Doch dies ist nicht der Kernpunkt dieses Satzes. Mit dem Satz teilt man mit das Gott das umfassende Ideal der Wahrheit ist. So wie die 1, die 1 ist, also eine Entität von „etwas“ bezeichnet, so ist Gott „die Wahrheit“. Das Gefühl von Wahrheit, die Wirkungsmacht der Wahrheit. Wie Mächtig die Wahrheit ist, weiss man wenn sie fehlt. Wenn Lüge und Betrug existieren. Einfach gesagt, wenn ein Architekt sich nicht an die Wahrheit (Der Mathematik, der Physik) hält, kracht das Gebäude zusammen.

Das Christentum ist schon ein wenig älter und viele Menschen haben sich viele Gedanken über die Wahrnehmung gemacht. Eine Gedankengang davon ist, das Menschen subjektive, in ihrer Lebensspanne begrenzte, teilweise von animalischen Trieben umnachtete Wesen sind. Kurz, wir sind nicht fähig von allen Geschehnissen aus allen Perspektiven heraus die Wahrheit zu sehen.

Die Ideenlehre

Gott hat sehr viel mit der Ideenlehre von Platon zu tun. Der Gott der Philosophen, wird das genannt. Platon schrieb über die Schönheit, das man sie überall erkennen kann. Sieht man eine schöne Frau, fühlt man sich von der Schönheit berührt. Sieht man eine schöne Blume, bewundert man die Schönheit. Sieht man eine schöne Landschaft, kann man darin versinken und träumen. Doch all diese Schönheit ist vergänglich. Die Frau wird alt und stirbt, die Blume verblüht, die Landschaft kann sich stark verändern und wird letztendlich auch vergehen. Wir können aber etwas wahrnehmen was wir als Schönheit bezeichnen, also muss eine Art „Idee“ der Schönheit geben, etwas was wir alle wiedererkennen. Die ultimative, allumfassende, Schönheit aus sich selbst heraus.

Und das ist Gott. Gott ist das „Prinzip der Schönheit“, das „Ideal der Schönheit“. Gott zeigt sich durch Schönheit in allen Facetten. Es kann auch ein gut programmierter Programmcode sein, der einem Programmierer ins schwärmen bringt. Es geht um dieses „Was für eine Leistung! Was für eine Grossartige, bewussteinserweiternde Sache! Wow! WAHNSINN“ – Gefühl

Laut einer Wissenschaftlichen Theorie ist die Schönheit die perfekte Mathematische Proportion. Bei Menschen erkennen wir darin gute Gene und dadurch einen potenziell erfolgreichen Fortpflanzungsparter.  Models sind beispielsweise sehr symmetrisch. In der Architektur ist eine korrekte Berechnung der Parameter und eine Symmetrie aus Material, der einwirkenden Kräften und der Verarbeitung des Materials der Weg um zum tragfähigen Ergebnis zu kommen. Blumen sind symmetrisch aufgebaut, dies kann man in jedem Blumenladen nachvollziehen.

Damit schliesst sich der Kreis zum Anfang, die Schönheit lässt sich mit der Mathematik erfassen – oder anders gesagt, die Schönheit IST Mathematik. Diese lässt sich sogar nutzen um die Schönheit zu erzeugen. In  grossartigen Bauten wie der Kathedrale von Chatres oder anderen Kirchen zeigt sich der Bezug zueinander. Es waren Christen die an den Gott der Schönheit, Wahrheit und Güte glaubten, welche solche Bauten erbauten.

Ich glaube das Europa den Zugang zur Mathematik verliert („Ich war in Mathe immer schlecht..“) WEIL es kein Gottesbild mehr gibt. Persöhnlich habe ich einige Veränderungen erlebt, als ich mich dem Christentum wieder zuwandte.

„An den Früchten ihrer Taten wirst Du sie erkennen“ heisst es in der Bibel. Und genau so ist es. Sind die Früchte schön, sind sie gut, dann sind die erbringer der Frucht es ebenso. Ich werde später darüber weiter schreiben.

Templer

10 Kommentare zu “Was ist Gott?

  1. Die „Früchten“ der römisch-katholischen Kirche von 312 n.Chr. bis heute,
    sind so Gottesverachtend und Menschenvernichtend,
    das der Schöpfer- Gott und Schöpfer- Geist beschlossen hat,
    wie auch geschrieben steht in der Offenbarung Kapitel 16,17,18,/1.Thessal.
    sie aus dem Bewusstsein und Leben der,von ihr verführten und manipulierten Menschen hinauszuführen gleich wie den Kommunismus.
    (Der Wiedergeburtschrist Gottes !)

  2. Ach so ein Unsinn, was soll diese Hysterie? Mir ist schon klar das viele meinen die Katholische Kirche war sozusagen eine Europa-Diktatur, doch das ist nicht richtig.

    Templarii

  3. templarii,
    Sie kennen noch nicht einmal Ihre Kirchengeschichte!!!
    Und noch weniger den allmächtigen Gott,
    der uns in Christus erschienen ist als das innere Licht,Geist,Wort Gottes,
    mit seinem Allerheiligsten und Alleinseligmachenden GLAUBEN.
    Sie tun mir jetzt schon leid,was Ihr Ende betrifft.

  4. Steril reine, unwillkürlich tätige Hohlorgane (Herz) oder Wind haben kein Bewusstsein.
    Schöheit ist Geschmacksfrage.
    Gehirnwissenschaft gab es auf der antiken Erdscheibe mit vier Winden, Gewölbe, aufgehängten Planeten, nicht.. Atem wird vom Gehirn gesteuert. Bewusstsein ist abhängig von Gehirn. Gehirn ist kein Geist = Wind, Atem, Hauch. Sauerstoff ist Energie für das Gehirn. Sauerstoff bindet sich an Eisen, Hämoglobin (Im Knochenmark) gebildet. Dank Bluthirnschrank, wird das Gehirn grundsätzlich mit Nährstoffen, Sauerstoff, versorgt. Hormone bildet as Gehirn selbst. Wind , ist Schallträger, kein Gedankenträger.

    Güte, allgemeingültige er/bewiesene Qualität, wiederholbar, wiederspruchsfrei, gemäß Logik, wäre genug Wahrheit und Frucht.

  5. @petersemenczuk
    Ach mensch, es ist nicht schwer die Kirchengeschichte zu kennen, die negativen Seiten werden überall herausposaunt. Gerne auch von Kommunisten und ähnlichen Massenmetzlern.

    @Erdlicht
    Ach sie… Das mit der Schönheit ist ein wenige tiefsinniger als Sie das hier darstellen. Es geht um die Essenz der Schönheit, nicht ob Sie eine blonde Frau schön finden und der andere rothaarige.

    Fangen Sie einfach mal an Güte zu beschreiben viel Vergnügen beim Definieren..

    Mir fällt einfach auf, das keiner den Text gelesen hat. 🙂

    Templarii

    • Und der Pfarrer sagte: Nächste Woche Predige ich über die Lüge. Lesen Sie dazu bitte Marjus 17/1-5.
      Nächsten Sonntag fragt er: Und wer hat Markus 17 gelesen.
      Alle Hände gehen in die Höhe.
      Worauf der Pfarrer sagt:Das Evangelium nach Markus hat nur 16 Kapitel. Und jetzt da jeder einen bezug dazu hat die Predigt.

  6. Ich bin Mathestudent und überzeugter Chrsit und habe deinen Artikel gelesen 🙂
    Es ist wirklich einfach erstaunlich, wie in die Mathematik, die Baupläne für Blumen und Schneckenhäuser dem gleichen Konzept folgen. Ich erkenne darin den Bauplan eines genialen Schöpfers (Römer 1,20).

    „Ich glaube das Europa den Zugang zur Mathematik verliert („Ich war in Mathe immer schlecht..“) WEIL es kein Gottesbild mehr gibt.“

    Dem kann ich hingegen nicht so ganz zustimmen. Es gibt einen Haufen Leute, die einen genialen Zugang zur Mathematik haben, auch ohne Gottesbild. Und ebenso gibt es nicht wenig Christen (denen es an einem biblischen Gottesbild nicht fehlt), die dennoch Mathe mit ihren schlimmsten Albträumen verbinden.

    Ansonsten darf Erdlicht sich auch gern mal mit den Gödelschen Unvollständigkeitssätzen beschäftigen. Eine Aussage kann wahr sein, ohne aber beweisbar zu sein. Und das unsere Logik widerspruchsfre ist, ist eher eine Hoffnung, als eine Tatsache.

    • Guten Tag,

      ich spreche auch nicht von den begnadeten, sondern von denen die ganz normal im Leben stehen. Diese haben kein Gefühl mehr für Höhe, Weite und Tiefe, fühlen nicht mehr das Glitzern des Geheimnisses, das Echo der Frage nach dem Geheimins.

      Es ging mir mehr darum, das es modern und in ist, Mathe nicht verstehen zu WOLLEN weil man sich damit nicht beschäftigen will. Aus Faulheit. Und ja, ich spreche aus Erfahrung, aber darüber werde ich später schreiben.

      Templarii

  7. Guten Abend,

    sehr schicke Seite die Sie hier ins Netz gestellt haben. Mich würde interessieren, ob Sie mir eventuell zwei drei umfassende Bücher der Mathematik und Geometrie empfehlen können. Gern auch ältere Ausgaben.

    Gruß Bamberger Reiter

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